Drei Wochen Süddeutschland, der längere erste Trip

Wir waren drei Wochen am Stück unterwegs, Bodensee bis ins Allgäu. Es war wärmer als erwartet für März. Bello hat zwei Störche von der Seite gesehen und das nicht gut gefunden.

Die letzten drei Wochen waren wir unterwegs. Das ist für mich nicht mehr viel, aber es war die erste längere Tour 2026, und es war ungewöhnlich warm. An einigen Tagen hatte ich kurze Hose an, das ist für März nicht normal.

Wir sind über Würzburg runter zum Bodensee, haben dort eine Woche gestanden, dann über Lindau ins Allgäu, dann auf dem Rückweg über die Schwäbische Alb. Insgesamt vielleicht 1400 Kilometer, eher gemütlich.

Bodensee

Am Bodensee gibt es zu viele Wohnmobile schon im März, das war meine Beobachtung. Auf dem Stellplatz in Hagnau waren wir mit ungefähr fünfunddreißig anderen, einige sahen aus als wären sie schon eine Weile da. Holland-Kennzeichen, Schweiz, ein paar deutsche. Niemand hat mit niemandem geredet, das war angenehm.

Bello hat die ersten zwei Tage geschlafen, das macht er immer wenn wir eine längere Strecke gefahren sind. Dann ist er aufgewacht und hat angefangen Schwäne anzustarren. Schwäne sind für Bello eine Beleidigung. Sie sind größer als er, sie ignorieren ihn, sie sind im Wasser was er nicht versteht. Er hat in einer Stunde zweimal kurz gebellt, das ist für ihn schon viel.

Lindau und das mit dem Boot

In Lindau gibt es einen kleinen Hafen, wo Boote vermietet werden. Eigentlich wollte ich keins, aber Bello hat sich auf dem Steg hingesetzt und nicht mehr weitergehen wollen. Es lag ein Tretboot in der Sonne, gelb, ausgeblichen. Wir sind eine halbe Stunde darin gefahren, dann hat Bello bei einer Schrägen kurz gewackelt und ich habe umgedreht. Tretboote mit Hund sind keine gute Idee, das weiß ich jetzt.

Allgäu

Im Allgäu sind wir oberhalb von Oberstaufen gestanden, ein freier Platz auf einer Wiese mit Aussicht. Dort hat es geregnet einen Tag, sonst war es trocken. Bello hat die Berge nicht so beachtet wie ich dachte. Für ihn ist eine Wiese eine Wiese, egal ob sie auf tausend Metern ist oder auf hundert.

Ich habe mehrere lange Spaziergänge gemacht. Einmal habe ich von einer Bank aus eine Stunde lang die Wolken angeschaut, wie sie über den Gipfeln blieben und nicht weiterzogen. Das gibt es im Norden auch, aber es sieht anders aus. Hier wirkt es absichtlich.

Eine Wanderung mit Folgen

In Oberstaufen bin ich an einem Donnerstag auf den Hochgrat gewandert, nicht auf den Gipfel, nur bis zur Mittelstation. Hin und zurück gut drei Stunden. Bello war nicht dabei, weil er nach dem zweiten Anstieg deutlich zu erkennen gab, dass er keine Lust mehr hatte.

Ich habe ihn im Bus gelassen, mit Wasser und einem Stück Käse, und bin allein weiter. Das war das erste Mal seit Monaten. Komisches Gefühl. Auf dem Rückweg habe ich mehr Tempo gemacht als sonst, weil ich Sorge hatte, er könnte sich aufregen.

Als ich zurück kam, schlief er. Wahrscheinlich hatte er das ganz gelassen genommen. Ich wahrscheinlich nicht.

Schwäbische Alb auf dem Rückweg

Letzten Donnerstag waren wir noch auf der Alb, ein kleiner Platz bei Hayingen. Da war es deutlich kühler, fast wieder März-normal. Bello ist mit mir bei den Schaftrieben gewesen, der Schäfer hatte einen Border Collie und der hat Bello gemustert wie einen Amateur. Bello hat das ignoriert und ist weitergegangen, das hat mir gefallen.

Wir sind jetzt seit gestern wieder zuhause im Dorf. Annette hat zweimal angerufen, was ungewöhnlich ist. Ich rufe später mal zurück.